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vergessenes Obst

Und wieder eine unglaubliche Quittenernte. Ich denke fast, dass in diesem Jahr die Früchte noch ein Stück grösser sind als im vergangenen Jahr. Dabei bekommt unser Quittenbaum ausser Regenwasser, Sonne und Wind und natürlich regelmässigen Zuspruch von mir nichts weiter. 

Und wieder gab es die erste Quittenkonfitüre zum Frühstück und Quittenkompott einfach so zum Naschen. Die meisten Quitten werden aber zu Mus gekocht, das ich dann im Tiefkühlschrank bis zur Weiterverarbeitung aufbewahre. Ich schneide dazu die Quitten in kleine Stücke und entferne dabei das Kerngehäuse, die Blüten und die Stiele. Dann werden die Quitten, mit Wasser bedeckt, gekocht, ohne Zucker, ohne alles, nur gekocht. Sie brauchen nicht lange. Sobald das Wasser kocht, sind sie auch schon weich. Als Püree fülle ich das Quittenmus in kleine Gläser, Gefriertüten, Plastebecher, was sich über den Sommer so an Gefässen angesammelt hat. Und die kommen dann in den Gefrierschrank. Diese Verarbeitung ist wenig zeitaufwendig und total unkompliziert. 

Und der Wintervorrat ist um eine weitere Leckerei reicher.

Jetzt ist die richtige Zeit. Ihr solltet es probieren.

30.10.2020

In diesem Jahr haben wir grössere, gelbere und reifere Quitten geerntet, als in all den Jahren davor. Eigentlich dachte ich im Sommer, das wird nix. Die Quitten waren ganz klein und mickrig und dann hat der Quittenbaum auch noch ganz viele Quitten abgeworfen. Und jetzt im Herbst...was für eine tolle Ernte, grosse gelbe Quitten, vielleicht nicht soviel wie in den vergangenen Jahren, aber viel grösser und viel gelber.

In der ganzen Wohnung verteilt, liegen jetzt Quitten und duften!!

Bisher habe ich die Quitten nicht besonders gemocht und sie meist nur zu Saft verarbeitet. Besonders lecker fand ich den aber auch nicht. Auch das Gelee fand ich nicht so aufregend.

Aber in diesem Jahr mit dieser Ernte ist alles anders. Nach der überraschenden Ernte habe ich zuerst mal das Internet befragt und dabei herausgefunden, was für einen Schatz ich mit diesen Quitten eigentlich habe.

Schon die alten Griechen haben Quitten-Honig hergestellt und ihre Kranken damit geheilt, Hippokrates kannte die heilende Wirkung der Quitten und soll sie vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt haben. 

 

Quitten sind gesund und zwar alle Teile der Frucht, die Schale, das Fruchtfleisch und die Kerne, für Tee, für Honig, für Saft, für Sirup, für Likör, für Wein, für die Hautpflege, für Konfitüre und wenn Ihr keine Lust habt, sie gleich zu verarbeiten, könnt Ihr sie auch einfach erst einmal einfrieren. Das mache ich mit einem Teil meiner Quitten.

Aber auf jeden Fall wird ein Teil der frischen Quitten gleich erst einmal zu Quittenkonfitüre.

Dazu wische ich den Pelz von den Quitten, entferne das Kerngehäuse, schneide die Quitte in kleine Stücke, die Schale lasse ich dran, und koche sie einfach in Wasser bis sie weich sind. Das werden sie sehr schnell. Etwas abgekühlt werden sie zu Mus püriert. 

Dazu Kommt dann ein wenig Zitronensaft und Gelierzucker (2:1) und diese Mischung darf dann 2-3 Stunden ziehen. Noch einmal kräftig umgerührt, nach Vorschrift gekocht, ist meine Quittenkonfitüre fertig. Nach einer Nacht im Kühlschrank kommt eine frische, gesunde, selbstgemachte Leckerei auf den Frühstückstisch.

Ihr solltet es auch mal versuchen. Es macht Spass, geht schnell und ist wirklich lecker.

Wenn Ihr keinen Quittenbaum im Garten habt, Quitten werden auch auf dem Wochenmarkt angeboten.

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Zum Schluss noch ein paar, wenige Infos zu Quitten. Sie enthalten: Vitamin C, E, B1, B6, Kalium, Magnesium, Kupfer, Pektin

Quitten wirken: antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral ... antidepressiv

Das könnt Ihr alles im Internet nachlesen.