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wunderbare wildkräuter

Eigentlich gelten Brennesseln als Unkraut. Und viele Menschen mögen sie nicht, weil sie auch noch, wie ihr Name schon sagt,  auf der Haut "brennen". Früher habe ich gehört, dass man dann kein Rheuma bekommen soll, keine Ahnung ob das stimmt. Ich mag Brennesseln. Jetzt im Frühling sehen sie schön aus, sattgrün und saftig. Und ich finde, dass sie brennen nicht so schlimm, weil mein Lieblingsmensch sie pflückt.

Wisst Ihr warum die Brennesseln brennen? Sie schützen sich damit vor Tieren, die sie nicht mögen! Scheinbar gehört der Mensch dazu!?

Ich finde, dass Brennesseln tolle Pflanzen sind. Sie sind wertvolle Heilpflanzen, sie sind gut zur Pflanzendüngung und als Pflanzenschutzmittel und sie sind gut für Schmetterlinge. Ausserdem muss man sie nicht lange suchen. Sie wachsen ja überall.

In allen Teilen dieser Pflanze finden sich reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Gerbstoffe, organische Säuren, Flavonoide, Chlorophyll, wertvolles Histamin und Acetylcholin.

In meiner Küche verwende ich nur die frischen Blätter und die Samen. 

Ich pflücke die frischen Blätter (nein nicht ich sondern mein Lieblingsmensch) für Frühlings-Tee und  trockne einen Teil für Tee im Winter.

Ich trockne die Samen und mische sie in meinen Salzstreuer, das ganze Jahr.

Und die Blätter kommen klein gehackt in meine Frühlingssalate, ins Pesto oder auch in den Frühlingsquark, immer gemischt mit anderen Kräutern.

Und deshalb gehören Brennesseln für mich zu den wunderbaren Wildkräutern.


zettel 06/2021