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wunderbare wildkräuter (2)

Überall treiben jetzt die Brombeeren, natürlich die Blätter. Bei mir zu Hause schaffen es die wuchernden Pflanzen in kaum einem Jahr, wirklich leckere Brombeeren zu entwickeln. Meist bleibt es bei viel Grün und einem dichten Gewirr von langen Trieben mit kräftigen Stacheln. Beim Wandern muss man sogar oft aufpassen, dass man von den langen Trieben nicht einfach festgehalten wird und dann auf der Nase liegt.

Jetzt grade aber ist die Zeit, in der wir herrlich frische Brombeerblätter sammeln können.  

Bei mir kommt im Frühling alles was frisch, grün und essbar ist, in Salat, Quark, Pesto Smoothie und Tee, auch die Brombeerblätter. Aber ich trockne die Blätter auch für den Winter. Dann werden sie zu Tee mit einem Hauch von Erinnerung an Frühling und Sommer.

Was bewirken die Blätter? Der Tee hilft bei Atemwegsbeschwerden, gegen Durchfall, bei Diabetes und bei schmerzhaften Entzündungen in Mund und Rachen.

Und er schmeckt einfach gut auch als koffeinfreier Schwarztee-Ersatz.

Was müsst Ihr dazu tun?

Die Blätter auf ein Tuch legen und einen Tag lang trocknen lassen. Sie trocknen sehr schnell. Am nächsten Tag die Blätter etwas schneiden, leicht mit Wasser besprühen und mit einem Nudelholz platt walzen. Dann mit dem Abrieb einer Zitrone mischen und alles wieder fest in ein Tuch rollen, einen weiteren Tag liegen lassen, aufrollen leicht mit Wasser besprühen und wieder fest einrollen, insgesamt viermal, danach an einem warmen schattigen Ort trocknen lassen. Fertig! Ich nehme übrigens dazu einfach ein altes Geschirrtuch.

Und nun Ihr? Das ist nicht schwer und gesund und macht Spass und Sammeln lässt sich gut mit Wandern verbinden.

Wer nicht so viel Aufwand treiben will, kann die Blätter auch einfach trocknen und mit kleingeschnittener getrockneter Zitronenschale mischen.